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Bildung, Arbeit und LebenschancenUngleichheit und soziale Integration

Bildung, Arbeit und Lebenschancen




       Abteilung
       Ungleichheit und soziale Integration





 

Das Forschungsprogramm der seit dem 1. Oktober 2002 bestehenden und mit sieben wissenschaftlichen Mitarbeitern operierenden Abteilung "Ungleichheit und soziale Integration" zielt auf eine institutionenbezogene Sozialstrukturanalyse ab, die Aufschlüsse über den Einfluss sozialstaatlicher Politik auf menschliche Lebensbedingungen gibt.

Im Zentrum der 2008 beendeten ersten Phase stand zunächst die Mitarbeit am Aufbau einer vergleichenden europäischen Sozialberichterstattung auf der Basis des von der Abteilung in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Instituten entwickelten "European Quality of Life Survey", der in den Jahren 2003 und 2007 in 28 europäischen Ländern durchgeführt wurde. Die Ergebnisse sind in diversen Aufsätzen und Forschungsberichten sowie dem 2008 erschienenen Handbook of Quality of Life in the Enlarged European Union (London: Routledge) veröffentlicht. Der institutionenbezogenen Sozialstrukturanalyse diente vorrangig das von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierte Drittmittelprojekt zur Erforschung der Generationenbeziehungen in vier europäischen Wohlfahrtsstaaten, in dem untersucht wurde, wie die Renten- und Familienpolitik die Lebensbedingungen von alten und jungen Menschen prägt. Die Ergebnisse stellten die These eines beginnenden Generationenkriegs in vielfacher Hinsicht in Frage und sind in dem 2008 erschienenen Buch Generationenbeziehungen im Wohlfahrtsstaat (Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften) publiziert, das im Jahr 2009 unter dem Titel "Family and the Welfare State in Europe. Inter-Generational Relations in Ageing Societies" auch auf Englisch erschienen ist (Cheltenham: Edward Elgar).

Im Zentrum der zweiten und letzten Forschungsphase von 2008-2012 steht nun die Erforschung von Auf- und Abstiegsprozessen in Europa und den USA. Diese neue Phase wurde eingeleitet mit dem auf einer Konferenz des Jahres 2007 basierenden Buch United in Diversity? Comparing Social Models in Europe and America (New York: Oxford University Press, hg. von Jens Alber und Neil Gilbert), das 2009 erschienen ist. Sein zentrales Ergebnis ist, dass transatlantische Gemeinsamkeiten ähnlich groß sind wie die Gemeinsamkeiten innerhalb Europas und dass die in Europa zu findenden Unterschiede oft größer sind als der Abstand zwischen Europa und den USA.

Kern der Abteilungsarbeit in den verbleibenden Jahren ist nun ein von der DFG finanziertes und von Ulrich Kohler geleitetes Forschungsprojekt über die wirtschaftlichen Folgen ausgewählter Lebensrisiken in Deutschland und den USA. Neben dem Abteilungs- und dem Projektleiter untersuchen hier fünf Mitarbeiter - davon drei aus Abteilungs-, zwei aus Drittmitteln finanziert -, wie Markt, Staat und Familie zusammenwirken, um die Einkommensfolgen des Auftritts zentraler Lebensrisiken zu bewältigen. Im Einzelnen geht es dabei um die Analyse der Einkommensmobilität nach Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter und Änderungen des Familienlebens durch Trennung/Scheidung oder die Geburt von Kindern. Forschungsleitend ist die Frage, wie sich die Abfederung dieser Risiken durch den Wohlfahrtsstaat seit den achtziger Jahren geändert hat, wo und in welchem Grade die These vom "Big Risk Shift" von kollektiver zu privater Vorsorge zutrifft und in welchem Maße sich Unterschiede zwischen Deutschland und den USA in den vergangenen drei Jahrzehnten vergrößert oder eingeebnet haben.

Neu zur Abteilung ist im Jahr 2009 Tom Cusack gestoßen, dessen wichtigstes Projekt sich mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss der Wandel der Erwerbsstruktur und der Einkommensverteilung auf die Unterstützung von Umverteilungspolitik in westlichen Demokratien hat. Im Zentrum seiner Forschung steht dabei die Entwicklung in Großbritannien in den letzten Jahrzehnten, die mit Deutschland und den USA verglichen wird.
 

 
  Direktor:
> Prof. Dr. Jens Alber

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Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH
Abt. Ungleichheit und soziale Integration
Reichpietschufer 50
D-10785 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 25491 - 301 (Sekretariat USI)
Fax: +49 - 30 - 25491 - 360

 
 
   
   

 
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Letzte Änderung: 2010-03-17 13:07